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Bezirksvertretung tagte zu Martener Themen

Lösung für zusätzlichen Kindergarten in Sicht?

Seit mehreren Jahren ist bekannt: Marten ist ein junger Stadtteil, in dem viele Familien leben. Es ist auch bekannt, dass Eltern einen Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz haben. In Marten gibt es allerdings zu wenige Betreuungsplätze. Die Verwaltung schlug vor ein paar Jahren vor, auf dem Schulhof der Friedensgrundschule eine neue Kindertageseinrichtung zu bauen. Dies lehnte die Bezirksvertretung Lütgendortmund ab. Denn der Schulhof wurde kurz zuvor erst von den Eltern und Kindern neu gestaltet.

Die SPD schlug vor, den Kindergarten stattdessen im Park an der Steinhammerstraße zu bauen, da hier Platz vorhanden ist und die Einrichtung damit zentral läge. Das lehnte die Stadtverwaltung aus Hochwasserschutzgründen ab und weil es keine vernünftige Zuwegung geben würde.

Nun kommt neue Bewegung in die Angelegenheit. Vertreter der Friedensgrundschule und des Familienbüros haben ein neues Konzept entwickelt, mit dem der neue Kindergarten in die Schule integriert werden soll. Im „Haus des Lernens“ soll der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule fließend gestaltet werden, die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben. Das Haus des Lernens soll zudem ein Ankerpunkt im Stadtteil werden, der auch für kulturelle Zwecke genutzt werden kann. Das Konzept stößt bei der SPD auf Zuspruch. Daher hat die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Lütgendortmund in einem Antrag die Unterstützung des Projektes gefordert.

Die Gestaltung der Ortseingänge ist dem SPD-Ortsverein Marten ein wichtiges Anliegen. Teilweise sind sie heute Angsträume, dunkel und mit Graffiti beschmiert. Wer von außerhalb durch Marten fährt, passiert diese „Stadttore“, z.B. unterhalb der A45-Brücken und der Eisenbahnbrücken, zwangsläufig und erhält einen negativen Eindruck vom Stadtteil. Das Martener Forum hat diese Idee aufgegriffen und sich über mögliche Gestaltungen beraten. Viel Zuspruch erhielt der Entwurf des Dortmunder Künstlers Robert Kaller, der an der Stadtbahn-Bahnhaltestelle Marten Süd die Gestaltung der Brückenpfeiler der A45 mit Mosaiken vorschlägt. Die Bezirksvertretung Lütgendortmund hat nun beschlossen, die Gestaltung der Brücke mit 24.000 Euro zu bezuschussen.

Die Straße Am Voerstenhof hinter dem Schulmuseum wird gerne von Autofahrern als Abkürzung genutzt, um von der Wasserburg ohne Umwege zum Wischlinger Weg zu gelangen. Das ist nicht immer ungefährlich. In der Mitte des Straßenabschnittes gibt es eine Treppe, über die man als Fußgänger zur Randebrockstraße gelangt. Wenn Autos und Fußgänger an dieser unübersichtlichen Stelle begegnen, kann dies gefährlich werden. Da es in der Straße Am Voerstenhof eigentlich auch nur Anliegern erlaubt ist, die Straße zu befahren, hat die Stadt nun die Anregung der Anwohner aufgegriffen und wird diese in der Mitte mit Pfosten absperren, so dass keine Durchfahrt mehr möglich ist. Die Zufahrt zu den Grundstücken ist von der Wasserburg aus möglich. Nun haben Bürgerinnen und Bürger noch drei Monate Zeit, bei der Stadt gegen diese Entscheidung Einspruch einzulegen.