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SPD Marten hofft, dass Vandalismus und Graffiti-Schmierereien abnehmen

Bahn installiert Videoüberwachung am S-Bahnhof Marten Süd

Marten Süd VideoüberwachungDie Bahn hat an der S-Bahnhaltestelle Marten Süd eine Videoüberwachungsanlage installiert. Sechs Kameras nehmen den gesamten Bahnsteig ins Visier. Der SPD-Ortsverein Marten hofft, dass durch diese Maßnahme, Vandalismus und Graffiti-Schmierereien zukünftig abnehmen werden und der optische Zustand der Station sich nicht noch weiter verschlechtert.

Bereits in den letzten Jahren installierte die Bahn ein taktiles Leitsystem für Menschen mit einer Sehbehinderung auf dem Bahnsteig. Eine elektronische Fahrgastinfo informiert die Fahrgäste über Verspätungen und Zugausfälle. Diese Maßnahmen gehen auf Anregung des Bundestagsabgeordneten Marco Bülow zurück, der 2009 eine Bahnhofsbereisung durch seinen Wahlkreis durchgeführt hat und Anregungen für die Aufwertung der Bahnhöfe an die Bahn weitergeleitet hat. Zudem werden Graffiti-Schmierereien innerhalb weniger Tage überstrichen. Allerdings lässt die Farbgestaltung – ein neutrales, wenig ansehnliches Grau – zu Wünschen übrig.

Die SPD Marten wünscht sich über die erledigten Maßnahmen hinaus, den barrierefreien Ausbau der Station. Dies umfasst die Installation von Aufzügen am Eingang in Höhe des Bus- und Stadtbahnhofes. So würde das barrierefreie Umsteigen zwischen S-Bahn, U44 und den Bussen der DSW21 ermöglicht. Der Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) sieht zudem Bedarf, die Station generell zu modernisieren. Ein barrierefreier Ausbau dürfte jedoch sehr unwahrscheinlich sein. In der Moderniesierungsoffensive II der Bahn taucht der Bahnhof nicht auf. Zudem existiert mit der Rampe zum Sadelhof bereits ein barrierearmer Zugang zum Bahnsteig. Allerdings müssen Menschen mit Behinderung, Nutzer von Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen einen fünf- bis zehnminütigen Umweg über Sadelhof und Schulte-Heuthaus-Straße in Kauf nehmen, wenn sie in andere öffentliche Verkehrsmittel umsteigen wollen.

Realistischer dürfte der Wunsch des SPD-Ortsvereins Marten sein, das Transformatorenhaus am Eingang zum S-Bahnhof, im direkten Umfeld der Bushaltestelle farblich zu gestalten. Das Haus ist ein städtebaulicher Schandfleck, da hier regelmäßig unansehnliche Graffitis an die Wand geschmiert werden. Nachdem das Haus vor wenigen Jahren komplett in beige neu gestrichen wurde, wurde es in kürzester Zeit Opfer neuer Schmierereien. Die SPD Marten und der Landtagsabgeordnete Guntram Schneider setzen sich momentan dafür ein, dass die Bahn, z.B. in Kooperation mit dem Graffiti-Projekt der Jugendfreizeitstätte Marten, das Gebäude ansehnlich farblich gestaltet. Über die Bezirksvertretung Lütgendortmund wurde dieser Vorschlag bereits an den Dortmunder Bahnhofsmanager Jörg Seelmayer herangetragen, als dieser zu einer Berichterstattung die Bezirksvertretung besuchte. Auch Guntram Schneider möchte das Anliegen des Ortsvereins auf höherer Ebene bei der Bahn einbringen.