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Bildungsfahrt in den Duisburger Innenhafen

Exkursionsteilnehmer ließen sich nicht vom schlechten Wetter die Laune verderben

Trotz Dauerregens machten sich zwölf wagemutige Genossinnen und Genossen des Ortsvereins Marten auf und erkundeten die Duisburger Innenstadt. Im Mittelpunkt stand das Motto „Stadt im ständigen Wandel“. Der Bildungsbeauftragte des Ortsvereins, Martin Schmitz erläuterte auf dem knapp vierstündigen Rundgang wie sich die Stadt seit ihrer Gründung bis heute entwickelt hat und was für die Zukunft geplant ist, um die Duisburger Innenstadt attraktiver zu gestalten.

Zunächst ging es vom Hauptbahnhof über die Königstraße, der zentralen Fußgängerzone in Duisburg, in Richtung Altstadt. Es ging entlang der Brunnenmeile vorbei an dem Einkaufszentrum Forum Duisburg und dem Veranstaltungs- und Spielbankkomplex CityPalais, die das neue Herz der Duisburger Innenstadt darstellen. Hier stand die Stadtentwicklung seit der Induastrialisierung und ganz besonders der letzten Jahre im Mittelpunkt. Der Masterplan Duisburg Innenstadt des Stararchitekten Sir Norman Foster gibt Vorschläge, wie man die Innenstadt attraktiver machen kann.

In der Altstadt angekommen, stellten die Exkursionsteilnehmer fest, dass dieser Teil Duisburgs im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde und danach autogerecht umgestaltet wurde. Heute möchte man die breiten Straßen gerne wieder zurückbauen und mehr Urbanität in diesem Teil der Innenstadt und einen verbindenden Zugang zum Innenhafen schaffen. Das Projekt „Shared Space“, das an diesem Tag im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 starten sollte und einen möglichen Umsetzungsvorschlag vorstellen sollte, wurde jedoch leider aus verkehrssicherheitstechnischen Aspekten abgesagt.

Nach einer Mittagspause begann der zweite Teil der Führung. Jetzt ging es durch den Innenhafen, der sich in den letzten fünfzehn Jahren von einem schmuddeligen, nicht mehr genutzten Teil des Hafens in einen der beliebtesten Büro-, Wohn-, Kultur- und Gastronomiequartiere des Ruhrgebiets entwickelt hat. An der Planung war ebenfalls das Büro von Norman Foster federführend beteiligt. Nach einem anstrengenden, aber informativen Nachmittag, ging es schließlich wieder mit dem Zug nach Dortmund. Am Ende der Führung hatten die Teilnehmer ein weitaus positiveres Bild von Duisburg als vorher.