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Bezirksvertretung beriet über Starkregen und Förderschulen

Stadt Dortmund legt Handlungsstrategien für Starkregenereignisse vor

Die Stadt Dortmund hat auf die Starkregenereignisse im Juli 2014 mit seinen enormen Schäden in Marten, Kley und Oespel reagiert und den politischen Gremien eine Handlungsstrategie für den Umgang mit solchen Ereignisse vorgestellt. Am Dienstag war dies nun Beratungsgegenstand der Bezirksvertretung Lütgendortmund. Zudem informierte die Stadt Dortmund in einer Vorlage über die schulorganisatorische Anpassung der Förderschullandschaft in Dortmund. Die Förderschule An der Froschlake in der Germania-Siedlung wird im Gegensatz zu anderen Förderschulen im Stadtgebiet erhalten bleiben.

Der Bericht „Handlungsstrategie für den Umgang mit Starkregenereignissen“, den das Stadtamt für Stadtentwässeung erstellt hat, benennt erstmals systematisch alle Maßnahmen, Planungen und Planungsgrundsätze, damit zukünftige Starkregenereignisse mit weniger Schäden bewältigt werden. Im Mittelpunkt stehen der Schutz unbebauter Flächen, die Renaturierung von Wasserläufen und die Abkopplung von Regen- und Schmutzwasser in getrennte Abflusssysteme. Die Handlungsstrategie nimmt aber auch die Stadtplanung und private Bauherren in die Pflicht. So sollen diese zukünftig dafür Sorge tragen, dass mehr Regenwasser auf den Grundstücken versickern und zwischengespeichert werden kann, anstatt direkt in die Kanalisation weitergeleitet zu werden. Bauherren und Hausbesitzer sollen zudem sensibilisiert werden, wie man die eigenen Gebäude vor Hochwasserschäden sichern kann.

Um dies zu erreichen, will man eine Öffentlichkeitskampagne mit Informationsschriften, individueller Beratung und Informationsveranstaltungen in gefährdeten Gebieten starten. Auch der SPD-Ortsverein Marten wird sich mit dem Thema beschäftigen. So ist für dieses Jahr eine Informationsveranstaltung geplant, in der die Stadtentwässerung das Handlungskonzept vorstellen soll.

Mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz hat das Land Nordrhein-Westfalen die Möglichkeiten des Gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht-behinderten Schülern stark erweitert. Ziel ist die Inklusion von behinderten Menschen. Dies hat jedoch auch Auswirkungen auf die Förderschullandschaft vor Ort. Da zukünftig immer mehr Schülerinnen und Schüler, die heute eine Förderschule besuchen, eine Regelschule (z.B. Grundschule, Realschule, Gymnasium etc.) besuchen werden, werden in den nächsten Jahren einige Förderschulstandorte geschlossen oder in ihrer Struktur an die Schülerzahlen angepasst. So wird die Dellwig-Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen zuküntig nur noch die Sekundarstufe I anbieten, die Primarstufe wird dagegen aufgelöst, wie nun eine Vorlage der Stadt berichtet. Auf die Schule an der Froschlake hat dies allerdings keine Auswirkung. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ist von einer Schließung oder Anpassung ihres Angebotes nicht betroffen.

Material:

Diskussion 2

  1. Dieter König • 27. Juli 2015 • 20:58

    Im Bereich Elsebach liegen nachweislich Versäumnisse der Stadt Dortmund vor.
    Die naturbelassene Fläche wurde nach der Starkregenereignis komplett gerodet.
    Im Bereich Durchlass Elsebach unter der S-Bahn liegen Querschnittsverengungen vor. Untersucht wurde der Durchlass nach dem Ereignis, davor mindestens 20 Jahre nicht.
    Angeforderte Nachweise/Berechnungen werden von der Stadt nicht vorgelegt
    Lege gern den Schrifteechsel vor

    • Martin Schmitz • 28. Juli 2015 • 18:03

      Sehr geehrter Herr König,

      mir ist in Marten kein Elsebach bekannt. Könnten Sie den Ort genauer beschreiben? Sofern es sich nicht um Marten handelt, müssten Sie sich mal an den örtlichen SPD-Ortsverein oder die SPD-Ratsfraktion Dortmund wenden. Die helfen Ihnen in der Angelegenheit gerne weiter.

      Mit freundlichen Grüßen
      Martin Schmitz