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SPD-Ortsverein Marten stellt sein Programm „Unser Weg für Marten 2015-2020“ vor

Marten kann nicht warten

Martin Schmitz (l.) und Marc-Andre Beyersdorff vom SPD-Ortsverein Marten stellten das Programm "Unser Weg für Marten 2015-2020" der Öffentlichkeit vor.

Martin Schmitz (l.) und Marc-Andre Beyersdorff vom SPD-Ortsverein Marten stellten das Programm „Unser Weg für Marten 2015-2020“ der Öffentlichkeit vor.

Der SPD-Ortsverein Marten möchte in den nächsten sechs Jahren seinen Stadtteil aufwerten. Am Dienstag stellten die Martener Sozialdemokraten ihr Konzept mit dem Titel „Unser Weg für Marten 2015-2020“ vor. Im Mittelpunkt steht die städtebauliche Aufwertung von Martener Straße, Meile und dem Park an der Steinhammerstraße. Aber auch im Bereich Hochwasservorsorge, Lärmschutz und Soziales gibt es Projekte, der Ortsverein auf die Agenda setzen möchte.

„Unser Ziel ist, dass sich alle Martener an ihrem Wohnort wohlfühlen und hier gerne leben. Das wollen wir sofort anpacken und nicht erst, wenn es zu spät ist: Marten kann nicht warten“, gibt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Martin Schmitz das Ziel vor. „Uns ist aber auch bewusst, dass es in Zeiten von knappen Kassen kein Wunschkonzert geben wird. Dennoch müssen wir unsere Ansprüche geltend machen.“

Der SPD-Ortsvereinsvorstand hatte in den letzten Monaten in mehreren Klausurtagungen eine Stärken-Schwächen-Analyse des Stadtteils vorgenommen und die politischen Maßnahmen zur Aufwertung Martens definiert. Am 3. November diskutierte man das Konzept mit den Mitgliedern und beschloss dieses.

„Viele Ideen schlummerten schon seit mehreren Jahren in unseren Köpfen. Der Bürgerdialog des Oberbürgermeisters im Mai war der Auslöser, nun auch mal alle Punkte aufzulisten und zu einem Programm zusammenzufassen. Viele Ideen wurden auch von den Martenern im Bürgerforum und im daraufhin gegründeten Martener Forum geäußert. Es gibt also ganz konkrete Maßnahmen, über die sich die Martener Bürger mehrheitlich freuen würden“, Schmitz weiter.

Im Mittelpunkt steht für die Martener Genossen die städtebauliche Aufwertung des Stadtteils. Die Martener Straße soll zu einer attraktiven Flaniermeile umgebaut werden und ein Teil der Meile verkehrsberuhigt und zu einem Dorfplatz umgebaut werden.

Schmitz: „Wir brauchen keine Luxussanierung mit stylishen Laternen wie auf Phoenix-Ost und West. Aber eine vernünftige Pflasterung der Gehwege statt einem Flickenteppich aus Asphalt und der ein oder andere Baum entlang der Straße würden schon einen wesentlich gepflegteren Eindruck machen. Auf der anderen Seite wäre es aber auch wünschenswert, wenn die Martener Immobilienbesitzer in ihre Fassade investieren würden.“

Auch die Brückenunterquerungen sollen als Eingangstore zu Marten künstlerisch und lichttechnisch aufgewertet werden. Nach den Bauarbeiten der Emschergenossenschaft muss zudem der Park neu gestaltet werden. Die SPD möchte, dass bei der Planung die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.

„Ausflüchte der Stadt, sie könne das finanziell nicht leisten, lassen wir nicht gelten. Land und Bund bieten mit der Städtebauförderung einen vielseitigen Fördertopf an. Das Land wird zudem demnächst einen Fördertopf für sozial-benachteiligte Stadtteile ausloben, der passen würde“, ist Schmitz sicher, dass man langfristig alle Maßnahmen finanzieren kann.

Doch auch in anderen Themenfeldern gibt es Handlungsbedarf: mehr Kinderbetreuungsplätze, die Information der Martener über die Hochwassergefahren in ihrem Stadtteil und wie sie sich selbst schützen können, der Erhalt des öffentlichen Verkehrsangebotes, das Verdrängen der Säuferszene aus dem Ortskern, die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement, Vereinen und sozialen Einrichtungen bis hin zum Kampf gegen Straßen- und Eisenbahnlärm finden sich im SPD-Programm.

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