Nachrichten

SPD Marten kritisiert die Fahrplan-Pläne des VRR

Ausdünnung des S-Bahnverkehrs verhindern

Die Pläne des VRR, die Takte einiger S-Bahnlinien im Ruhrgebiet auszudünnen, stößt bei der SPD in Marten auf Kritik. Mit einem Antrag wandten sich die Genossen am letzten Wochenende an den Landesparteitag. Dieser wurde wohlwollend an die SPD-Fraktion im VRR-Verwaltungsrat weitergeleitet.

„Die vorgeschlagenen Takte stärken zwar die Hauptstrecken wie die S1, jedoch auf Kosten der Nebenstrecken“, kritisiert SPD-Ortsvereinschef Martin Schmitz. „Das Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln in andere Ruhrgebietsstädte wird unattraktiver, da man bei Umstiegen, z.B. von der S4 in die S1 in Dorstfeld mit längeren Umsteigezeiten rechnen muss. Da wird selbst die chronisch verstopfte A40 noch eine bessere Alternative zur S-Bahn.“

Aber auch für Pendler innerhalb Dortmunds wird das S-Bahnfahren unattraktiver. „Die Anbindung Lütgendortmunds an die Innenstadt wird dadurch verschlechtert, wenn zukünftig nur noch alle 30 Minuten ein Zug fährt. Eine weitere Direktanbindung gibt es dort nicht.“

Der VRR plant, zukünftig die Takte vieler S-Bahnlinien im Ruhrgebiet zu verhindern. Auf den Hauptstrecken sollen die S-Bahnen zukünftig zu Stoßzeiten im 15-Minutentakt fahren. Auf den Nebenstrecken dagegen soll die Bahnen zukünftig nur noch alle 30 Minuten, statt wie bisher alle 20 Minuten verkehren. Die Änderungen sollen ab 2019 in Kraft treten und Die DSW21 rechnet durch Fahrplananpassungen von Buslinien mit Mehrkosten von jährlich 5,3 Millionen Euro allein für Dortmund und hat Protest angekündigt. Auch andere Verkehrsgesellschaften im Ruhrgebiet kritisieren die geplanten Takte.