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Nächtliche Gleisbauarbeiten mitten im Wohngebiet

DSW21 raubt Martenern den Schlaf

Stadtbahnhaltestelle Walbertstr./SchulmuseumNächtliche Gleisbauarbeiten im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Walbertstr./Schulmuseum sorgten am Donnerstag und Freitag für zwei unruhige Nächte. Zwischen 1.30 Uhr und 5.00 Uhr war für die Anwohner an Schlaf nicht zu denken. An den Schienen wurde gefräst und geschliffen, so dass der Lärm durch den ganzen Ortsteil zog. Mehrere Anwohner haben sich verärgert an den SPD-Ortsverein Marten gewandt, der sich über den Vorfall bei DSW21 und der Stadt Dortmund beschwert hat.

„Das ist unsensibel und gesundheitsgefährdend. Mehrere hundert Menschen wurden zwei Nächte lang um ihren Schlaf gebracht“, ärgert sich der Martener SPD-Vorsitzende Martin Schmitz über das Vorgehen von Stadtwerken und Stadt. Das Landesimmissionschutzgesetz (LImschG) erlaube Nachtarbeit nur bei dringend erforderlichen Maßnahmen und verlange, zunächst die örtlichen Verhältnisse zu bewerten.

„Wenn zwischen den beiden nächtlichen Baustellen die Bahnen tagsüber im gewohnten 10-Minutentakt verkehren, kann es ja anscheinend keine akute Gefährdung gewesen sein. Die DSW hätte zumindest dafür sorgen können, dass die Anwohner nicht in zwei aufeinander folgenden Nächten um ihren Schlaf gebracht werden“, so Schmitz weiter.

Auch eine Streckensperrung für ein oder zwei Tage hätte eine Option sein können. Das wäre bei Bauarbeiten in der Vergangenheit auch geschehen, die Bahnen wären nur bis Marten Süd gefahren. Von dort fahren parallel Busse bis zur Walbertstraße. „Die Einschränkungen für die Bahnkunden wären geringer gewesen als die Einschränkungen für die Anwohner.“

Die SPD ärgert aber auch, dass die Anwohner im Vorfeld nicht über die nächtlichen Arbeiten informiert wurden. „Da müssen Stadt und DSW noch einiges lernen. Eine frühzeitige Information wäre kein großer Aufwand gewesen und hätte den Betroffenen viel Ärger erspart“, so Schmitz abschließend.