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Rückblick auf Marten Aktuell

Marten ist ein sicherer Stadtteil

Am Dienstag waren Martener Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerversammlung „Marten Aktuell“ in den Gemeindesaal Heilige Familie am Sadelhof eingeladen. Die Veranstalter hatten Referenten von Telekom, Emschergenossenschaft, Sozialamt und Polizei eingeladen, um über aktuelle Projekte und Sachstände zu informieren. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt und lauschten und diskutierten die Vorträge zur Breitbandversorgung, zum Umbau des Oespeler Baches, zu den neuen Quartiershausmeister und zur Sicherheit im Stadtteil.

Die Telekom bietet in Marten den höchsten technischen Standard, den es bezüglich der Internetversorgung gibt. So ist bis auf die Straßen Am Roten Haus und dem Wischlinger Weg östlich der Autobahn überall VDSL mit Bandbreiten bis 50 MBit zu empfangen. Dies sei nur in 12 Städten in Deutschland der Fall, zu denen auch Dortmund zähle. Alle Versorgungsstationen mit Ausnahme der Am Roten Haus, wo ein Ausbau in der Vergangenheit nicht wirtschaftlich war, seien mit Glasfaserkabeln an das Hauptnetz verbunden. Von den Versorgungsstationen verläuft die Internetversorgung mittels Kupferkabel in die Haushalte. Von Anwesenden wurde die Kritik geäußert, dass sie entgegen ihres Vertrags die Bandbreite von 50 MBit nicht empfangen. Der Vertreter der Telekom konnte sich das nur damit erklären, dass während Spitzenzeiten die Leitung ausgelastet sei und sich die Empfänger die Kapazitäten der Leitung teilen müssten. Zudem reduziere sich die Bandbreite, je weiter weg man von der Versorgungsstation wohne. Der Vertreter der Telekom bot den einzelnen Betroffenen an, dies zu prüfen.

Im Anschluss referierte Projektleiter Franz-Josef Rüller von der Emschergenossenschaft über den Umbau des Oespeler Baches, dessen Arbeiten im Herbst begonnen hatten. So werde das Regenrückhaltebecken In der Meile mit einem höheren Damm versehen, so dass die Kapazität deutlich steige und zum Hochwasserschutz beiträgt. Zudem werde der Bachlauf im Rückhaltebecken aus der geradlinigen Betonschale herausgeholt und mäandrierend durch das Becken geleitet. Unterhalb der Overhoffstraße  wird ein neues Kanalrohr gebohrt, das in einen überdeckelten Kanal unterhalb der Steinhammerstraße mündet. Waren bei den Anfangsplanungen noch offene Gewässer in den beiden Straßen vorgesehen, ist man aus städtebaulichen Gründen mittlerweile von diesen Planungen zurückgewichen. Nach ein paar Jahren werde dann noch einmal geprüft, ob der Deckel über dem Kanal in der Steinhammerstraße entfernt wird.

Umgebaut wird auch das Regenrückhaltebecken am Schmechtingsbach. Hier soll der Bach ebenfalls auf naturnahe Weise durch das Becken fließen. Die Brücke über der Martener Straße wird zudem zur Zeit erneuert. Daher gibt es dort momentan eine Behelfsbrücke. Der Verkehr kann dort aber zweispurig drübergeleitet werden, so dass eine Baustellenampel nicht notwendig ist. Die Umbauten von Oespeler und Schmechtingsbach werden bis Herbst 2015 beendet sein.

Reichlich Diskussionen gab es wegen des Umbaus des Oespeler Baches im Martener Park. Dort wurde in den letzten Monaten eine tiefe Bachtrasse in den Park gegraben. Der SPD-Ortsverein hatte die Ausführung kritisiert und der Emschergenossenschaft vorgeworfen, das Vorhaben im Vorhinein verharmlost zu haben. Vertreter des SPD-Ortsvereins setzten sich in der Sitzung nochmals dafür ein, dass man statt der einfachen Brückengeländer und des Maschendrahtsicherheitszauns entlang des Baches, attraktivere Geländer- und Zaunelemente einbauen sollte. Es sei unverständlich, warum man dieses kleine Stück Bach, das nur einen Bruchteil der Gesamtkosten für das Projekt ausmache, nicht attraktiv gestalte, wie an anderen Orten des Emscherumbaus auch. Es handele sich schließlich um die zentrale Grünanlage des Stadtteils und ein Maschendrahtzaun wäre dem Vandalismus wesentlich leichter ausgesetzt, als eine massivere Variante, z.B. aus Stabgittern. Zudem wollte der Vertreter der Emschergenossenschaft keine Garantie darauf geben, dass der Zaun nach zwei, drei Jahren wieder entfernt werden könne.

Nach der sehr intensiven Diskussion über den Oespeler Bach stellte Oliver Wozny vom Sozialamt der Stadt Dortmund die neuen Tätigkeitsfelder der neuen Quartiershausmeister vor. Das Projekt, das in der Vergangenheit über das Bundesprogramm Bürgerarbeit finanziert wurde, werde nun mit städtischen und Landesmitteln finanziert. Dadurch sei es auch möglich, die Tätigkeitsfelder der Quartiershausmeister auszuweiten. Sie dürfen nun auch kleinere Reparaturen und Malerarbeiten an öffentlichen Objekten durchführen und unterstützend im Stadtteil tätig werden. Ein Quartiershausmeister werde in der Germania-Siedlung und einer im Martener Ortskern eingesetzt. Momentan laufen die Bewerbungsverfahren. Mit dem Projekt sollen Langzeitarbeitslose zurück in Richtung erster Arbeitsmarkt geführt werden. Sobald die beiden Quartiershausmeister in ihre Arbeit starten, werden sie über die Presse und Aushänge in Marten vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger können sich dann telefonisch oder bei ihren Streifzügen durch den Stadtteil persönlich an sie wenden und auf Verschmutzungen und Vandalismus hinweisen oder um Unterstützung bitten.

Eine äußerst erfreuliche Nachricht brachte der Bezirksbeamte Kurt Werner von der Polizei mit. So sei Marten ein äußerst friedlicher und sicherer Stadtteil. So liege die Kriminalitätsrate um 50% unter dem Durchschnitt für ganz Dortmund. So gab es lediglich 19 Einbrüche im Jahr 2013, pro Einwohner sei man hier sehr deutlich unter dem städtischen Durchschnitt.