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Emschergenossenschaft stellte Umbaupläne in der Bezirksvertretung vor

Oespeler Bach wird naturnah durch Park umgeleitet

In der Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund am Dienstag stellten Franz-Josef Rüller und Peter Reese von der Emschergenossenschaft die Pläne zum Umbau des Oespeler Baches im Bereich Marten vor. Damit stehen die Umbau- und Renaturierungsmaßnahmen nach über zehn Jahren Diskussion und Planung vor Baubeginn. Der Bach wird zukünftig vom Schmutzwasser getrennt und teils in Tunnelführung, teils in offener Führung einen neuen Verlauf erhalten.

Die Umbaumaßnahmen, seien durch das Jahrhunderthochwasser vom 26.07.2008 vollständig nochmal überplant worden. Heute fließt der Oespeler Bach von Oespel kommend in Richtung Marten, wo er im Hochwasserrückhaltebecken In der Meile mit dem Meilengraben vereinigt und in einem Rohr unter Marten in Richtung Pumpwerk am Roßbach läuft, um von dort in Richtung Klärwerk Deusen gepumpt zu werden. In Zukunft wird der Oespeler Bach bis zum Regenrückhaltebecken renaturiert. Im Bereich Marten verläuft dann der Bach durch ein neues unterirdisches Rohr unterhalb der Overhoffstraße.

An der Kreuzung Overhoffstr./Steinhammerstraße/Schulte-Heuthaus-Straße geht das Bachhrohr in ein Betonbett über, das entlang der Steinhammerstraße in Richtung Amtshaus und Park verläuft. In den ursprünglichen Planungen sollte dieser Abschnitt offen angelegt werden. Aufgrund der städte- und verkehrsbaulichen Struktur und Protesten aus Anwohnerschaft und Politik hat man diese Pläne erst einmal verworfen. Doch erhält der Bach in diesem Bereich lediglich einen Deckel, so dass die Emschergenossenschaft in Zukunft den Bach dennoch offenlegen könnte.

Im Park am Amtshaus wird der Oespeler Bach in einem naturnahen Bachbett geführt bis er ins Regenrückhaltebecken des Schmechtingsbach mündet und sich mit dem Schmechtingsbach vereint. Die neue Bachführung führt dazu, dass der Bach ohne Hilfe von Pumpen in den Schmechtings- bzw. Roßbach fließt. Das bisherige Bachrohr und Pumpwerk bleibt dennoch erhalten, da hier die Abwässer aus Marten eingeleitet werden. Zudem steht dieser Weg als zusätzliche Entlastung für Abwasserspitzen zur Verfügung und führt somit zu mehr Hochwassersicherheit. Zusätzlich wird der Damm des Hochwasserrückhaltebeckens In der Meile um 1,90 Meter erhöht, so dass seine Kapazität von 53.000 auf 58.000 m³ steigt.

Im Bereich des Parks soll der dort offene Bach zur Steigerung der Attraktivität beitragen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit haben, das Gewässer hautnah erleben zu können. Es wird Stellen geben, an denen man das Ufer betreten kann. An gefährlichen Stellen, an denen die Bachböschung zu tief ist, werden Zäune zur Sicherheit errichtet. Während der Umbauphase rechnet man im Bereich Steinhammer- und Overhoffstraße mit Verkehrsbehinderungen. Eine Sperrung oder Teilsperrung der Straße wird zeitweise notwendig sein. Anfang 2013 werden Emschergenossenschaft und Bezirksvertretung eine Bürgerversammlung in Marten durchführen und die Martenerinnen und Martener über die Baumaßnahmen informieren.