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Verwaltungsvorstand besuchte Bezirksvertretung Lütgendortmund

Integriertes Gesamtkonzept für Marten

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund ist seit Herbst auf Tour durch die Dortmunder Bezirksvertretungen. Am Dienstag machten Oberbürgermeister Ullrich Sierau uns seine Dezernenten Station in Lütgendortmund. Die Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund wurde dafür in die Aula der Holte-Grundschule verlegt, denn viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbezirk Lütgendortmund nutzten in der Einwohnerfragestunde die Gelegenheit, gegnüber den Stadtoberen und der Bezirksvertretung diverse Angelegenheiten zur Sprache zu bringen.

So machte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache auch deutlich, dass der Stadtteil Marten in nächster Zeit ein Schwerpunktthema bleiben wird. Er habe den Stadtteil seit einigen Jahren im Visier, nun sei es an der Zeit auch tätig zu werden. So erstelle die Verwaltung zur Zeit eine intensive allumfassende, ämterübergreifende Analyse der Situation im Stadtteil. In einer großen Bürgerversammlung wolle man mit Bürgerinnen und Bürgern die Lage diskutieren und überlegen, was man in Marten tun müsse.

Sierau hatte sich vor kurzem auf seiner Reise nach Berlin bei der Bundesbauministerin dafür eingesetzt, dass zukünftig auch kleinere Stadtteile von Mitteln aus dem Bundesprogramm Soziale Stadt profitieren könnten. So soll dazu in Dortmund-Marten ein Modellprojekt gestartet werden. Dies würde bedeuten, dass ein integriertes Handlungskonzept für Marten erstellt werden würde, dass (interdisziplinär) alle Bereiche städtischer und gesellschaftlicher Bereiche erfasse. Zur Koordination und Umsetzung der Maßnahmen und der Vernetzung der gesellschaftlichen Akteure vor Ort, gehöre auch die Einrichtung eines Quartiersmanagements.

Während sich alle Anwesenden darüber einig waren, dass Marten Hilfe braucht, sorgte der Start des Prozesses für reichlich Diskussionen. So warfen die Vertreter der Grünen in der Bezirksvertretung Sierau vor, Wahlkampf auf dem Rücken der Martener Bürger machen zu wollen. Dies wies Sierau zurück. Es sei die Entscheidung der Bezirksvertretung, ob man bereits im Frühjahr oder erst nach der Kommunalwahl starten wolle. Die Mehrheit der Bezirskvertretung entschloss sich, bereits im April zu starten.

Für den Planungsbereich erläuterte Planungsamtsleiter Ludger Wilde im Anschluss, welche städtebaulichen und Verkehrsmaßnahmen im Stadtbezirk geplant sind. So werde in diesem Jahr die Martener Str. zwischen Wasserburg und Bärenbruch saniert. Die Sanierung der Meile südlich der Eisenbahnbrücke stehe in naher Zukunft ebenfalls auf der Tagesordnung. Komplizierter wird es beim LKW-Durchfahrtsverbot zwischen A45 und A40 (im Bereich Marten und Lütgendortmund). Die Bezirksvertretung möchte gerne damit Abkürzungsverkehre verhindern. Kritische Stimmen gab es von Seiten der Wirtschaft. Ein Runder Tisch soll nun für einen Kompromiss sorgen. Dabei wird auch die Brücke über den Schmechtingsbach auf dem Kesselborn Thema sein. Die Brücke ist seit einigen Monaten für schweren LKW-Verkehr gesperrt. Eine Sanierung der Brücke ist für 2015 geplant. Erst dann können LKW von der A40-Abfahrt zum Gewerbegebiet Germania wieder den direkten Weg wählen.

Eine erfreuliche Nachricht hatte Sozial- und Sportdezernentin Birgit Zoerner für den SV Arminia Marten mitgebracht. Der Verein möchte einen Kunstrasenplatz bauen und ist bereit, dies aus eigenen Mitteln und Sponsorengeldern zu realisieren. Die Stadt wird, sofern es der Haushalt hergibt, im Jahr 2015 für dieses Projekt 100.000 Euro zuschießen.