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SPD Marten-Oespel startete mit Stadtteilrundgang Kampagne „Sauberes Marten“

Martener ärgern sich über Hundekot und Vermüllung

Stadtteilrundgang, 19.04.2013 1„Vielleicht müssten wir einmal im Monat einen solchen Stadtteilspaziergang in der Presse öffentlich ankündigen. Vielleicht sähe es dann wesentlich sauberer aus,“ kommentierte SPD-Vorsitzender Martin Schmitz, den Umstand, dass die EDG die Straßen im Martener Ortskern in den letzten Tagen mehrmals aufsuchte und von umherfliegenden Müll befreite. Das war das erste, was den Teilnehmern eines öffentlichen Stadtteilspaziergangs der SPD Marten-Oespel auffiel. Dieser hatte die Martener Bevölkerung zu der Aktion unter dem Motto „Sauberes Marten“ eingeladen, um gemeinsam schmuddelige Ecken zu dokumentieren und Ideen für einen attraktiveren Stadtteil zu sammeln.

Den Teilnehmern des Stadtteilrundgangs fielen dennoch viele verdreckte, vermüllte und beschmierte Stellen auf. Besonders der Hundekot an jeder Ecke stieß übel auf. „In der Meile wurden im letzten Jahr ohne Absprache mit der Bezirksvertretung von der Stadt die Baumscheiben entgrünt und mit sogenanntem Dolosand aufgefüllt. Dieser sei besser zu reinigen. Es wäre schön, wenn überhaupt mal geschehen würde,“ wies SPD-Bezirksvertreter Walter Horsten die Kritik an Stadt und EDG. Dort, wo die Baumscheiben noch begrünt seien, würde sich zudem umherfliegender Müll dazugesellen.

Aber die Runde war sich auch einig, dass man die Hauptschuld an dem Hundetkot den Hundebesitzern machen muss. „Es gibt mit Olleroh, dem Park an der Steinhammerstraße, der Hallery und den vielen Verbindungswegen so viele Grünanlagen in und um Marten, teilweise mit Hundewiese. Und die sind so faul und lassen ihre Hunde lieber mitten im Ortskern ihr Geschäft verrichten – an Häuserwände und an den Baumscheiben. Da hört bei mir die Toleranz auf,“ ärgert sich Ortsvereinschef Martin Schmitz.

Wegen des umherfliegenden Mülls will der Ortsverein bei der EDG intervenieren. Vieles stamme vom Leeren der Müll- und Papiertonnen. Ferner wird man Vorschläge erarbeiten, wie man die öffentlichen Mülleimer, die bereits im Stadtteil stehen, besser verteilen kann, damit weniger Müll achtlos weggeschmissen wird.

Ein weiteres Ärgernis ist der Zustand des Parks an der Steinhammerstraße. Ein Unterstand steht abrissfällig eingezäunt am Wegesrand und der Spielplatz besteht nur noch aus zwei riesigen Sandflächen, in denen nur noch ein kleines Klettergerüst steht. Schmitz: „Nach und nach wurde hier alles, was kaputt war, ersatzlos entfernt. Dafür stehen hier noch fünf Mülleimer, die eigentlich hier nicht mehr gebraucht werden. Der Spielplatz am Marktplatz platzt bei gutem Wetter aus allen Nähten, da käme hier im Park eine Ergänzung gut gelegen. Gerade wo doch in Marten so viele Familien mit Kindern, aber ohne Eigenheim und Garten leben.“

Stadtteilrundgang, 19.04.2013 2Insgesamt gebe es im Park wenige Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Der Bolzplatz zum Beispiel besteht nur noch aus einem Tor, das aus zwei Holzpfählen besteht. Bezirksvertreter Walter Horsten: „Gerade in Anbetracht dessen, dass hier bald der Oespeler Bach offen gelegt wird, würde es sich anbieten, den gesamten Park attraktiver zu gestalten. Das werden wir als Ortsverein versuchen, in der Bezirksvertretung anzustoßen.“

Auf dem Stadtteilspaziergang wurde aber auch Positives beobachtet. Im Einzelhandel tut sich was in Marten. Nachdem Penny und der Blumenladen zuletzt umzogen, machte in der letzten Woche ein türkischer Gemüsehändler auf der Martener Straße auf. Der Ladenbesitzer war sehr zufrieden mit den ersten Tagen und freute sich über Unterstützung der Nachbarn. Demnächst eröffnet nebenan ein neues Café.

Der SPD-Ortsverein wird nun die vielen Eindrücke und Ideen auswerten und Handlungsmöglichkeiten überlegen. Weitere Stadtteilspaziergänge sollen in Zukunft regelmäßig halbjährlich stattfinden. Martenerinnen und Martener sind jederzeit willkommen, mitzulaufen. Mit weiteren Aktionen, wie zum Beispiel einer Müllsammelaktion oder Initiativen in der Bezirksvertretung will man Marten wieder sauberer bekommen. Die Dokumentation des ersten Stadtteilrundgangs wird in Kürze hier veröffentlicht.