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Martener SPD-Mitglieder trafen sich zur Mitgliederversammlung

Beschlüsse zu E-Rollern, Fußballmuseum, ZWAR-Begegnungszentrum, Anbindung des Dellwiger Bachtals an Marten und Tempo 130

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Marten kamen zu einer Mitgliederversammlung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Debatte um mehrere Anträge, die im Anschluss der Versammlung an die SPD-Ratsfraktion Dortmund und die SPD-Bezirksvertretungsfraktion Lütgendormtund weitergeleitet wurden

Geregeltes Rollerfahren

Jeder kennt das Problem, das insbesondere Fußgänger in der City seit einigen Wochen quält. Ständig verstellen abgestellte E-Roller den Fußweg. Achtlos abgestellt, oft umgeworfen verschandeln sie das Stadtbild.

Daher fordert der SPD-Ortsverein Marten eine Reglementierung. E-Roller sollen nur noch auf dafür ausgewiesenen Flächen abgestellt werden dürfen, so wie es bei den Metropolrädern von Anfang an der Fall war und es soll das Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen verboten und dementsprechend überwacht werden.

Bei zukünftigen Planungsprozessen sollen zudem stets Abstellflächen für Fahrräder und Roller eingeplant werden. Außerdem sollen solche Zweiradparkplätze stadtweit ausgewiesen werden. Dafür sind in erster Linie vorhandene PKW-Parkplätze umzuwidmen.

Wer die Zeche zahlt, soll auch etwas davon haben – Dortmund-Rabatt für Fußballmuseum

Viel diskutiert wurde in den letzten Wochen über die Verluste des Deutschen Fußballmuseums, die nun zu Lasten der Stadt Dortmund gehen. Da wir dies für ungerecht halten – das Fußballmuseum ist in erster Linie eine Freizeitattraktion für auswärtige Gäste und keine Bildungseinrichtung für die Menschen in Dortmund – wollen wir, dass die Dortmunder, wenn sie schon die Zeche zahlen sollen, auch vergünstigt das Museum besuchen dürfen. Denn viele meiden das Museum wegen der hohen Eintrittspreise. Sozialleistungsempfänger können sich das Museum gar nicht leisten.

Daher wollen wir neben einem vergünstigten Dortmund-Tarif auch die Einführung eines Sozialtarifs und eines vergünstigten Tarifs für Besitzer der Ehrenamtskarte. Das sollte für den DFB, in dem sich Hunderttausende ehrenamtlich engagieren, Ehrensache sein.

Altes Amtshaus Marten für die Öffentlichkeit erhalten

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ZWAR platt gemacht. Ab 2020 wird dieses tolle Projekt, das seit 40 Jahren existiert und seit über 30 Jahren in Marten seine Heimat hat, nicht mehr vom Land gefördert. Das ist ein Skandal, denn ZWAR ist ein Ort, an dem sich ältere Menschen in ganz NRW in über 200 Gruppen begegnen und sinnstiftend ihre Freizeit gestalten. Nach dem Wechsel vom Beruf in den Ruhestand ist der Wechsel in diesen neuen Lebensabschnitt für viele Menschen eben nicht so einfach, wie die Landesregierung das meint.

Zwar sind die ZWAR-Gruppen in ihrer Existenz nicht gefährdet, sie erhalten aber keine Unterstützung mehr von hauptamtlichen Zentralstelle in Marten. Und damit ist auch der Fortbestand der ZWAR-Begegnungsstätte in der alten PTA-Schule gefährdet. Wir fordern daher, dass die Stadt Dortmund diese in Kooperation mit dem Rudi-Eilhoff-Bildungswerk übernimmt. Das ZWAR-Begegnungszentrum ist ein wichtiger Treffpunkt und Veranstaltungsraum für Vereine und Gruppen. Und da das Alte Amtshaus nebenan, in dem sich die Büroräume von ZWAR befinden, ein wichtiges Gebäude in der Identität der Martener ist – es ist im Grunde unser altes Rathaus – , wollen wir, dass das Gebäude, das sich im Eigentum der Stadt Dortmund befindet, auch zukünftig eine öffentliche Nutzung erhält. Damit die Martener auch weiterhin Zugang zu ihrem Amtshaus haben.

Ein Brückenschlag ins Grüne – Fußgängerweg von der Zeche Germania ins Dellwiger Bachtal

Marten ist von allen Seiten von Grünanlagen umgeben, jedoch durch Bahntrassen und Schnellstraßen davon abgetrennt. Im Rahmen des Bürgerdialogs des Oberbürgermeisters hat die Planungsverwaltung die Idee geäußert, Marten entlang des Dellwiger Baches an das Dellwiger Bachtal anzubinden. Dafür müsste ein mehrere hundert Meter langer Tunnel, durch den der Bach fließt, unterhalb des Gewerbegebietes Germaniastraße für Fußgänger ausgebaut werden. Das ist teuer und wenig attraktiv. Ein neuer Angstraum würde mit großer Wahrscheinlichkeit entstehen.

Dabei ist eine praktikablere überirdische Lösung möglich. Nördlich der Zeche Germania befindet sich zwischen Germaniastraße und Emschertalbahntrasse ein ungenutzter Grünstreifen. Hier sollte unserer Meinung nach ein Fuß- und Radweg errichtet werden, der zudem bei Interesse an das Zechengelände angebunden werden könnte. Die Emschertalbahn verkehrt an dieser Stelle der Trasse ebenerdig, so dass weder Brücken noch Tunnel geschaffen werden müssen. Ein Überweg, ähnlich wie im Olleroh reicht aus.

Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen

Die SPD setzt sich auf allen Ebenen für die Einführung eines Tempolimits von maximal 130 km/h auf deutschen Autobahnen ein. Auf europäischer Ebene soll eine Vereinheitlichung der nationalen Geschwindigkeitsregelungen geprüft werden.

„Freie Fahrt für freie Raser“. Dieser egoistische Leitspruch muss der Vergangenheit angehören. Rasen gefährdet Gesundheit und Leben und schadet der Umwelt. Und daher setzt sich der SPD-Ortsverein Marten für eine Einführung von Tempo 130 auf den Autobahnen ein.

Folgende Gründe sprechen dafür, dass ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen eingeführt werden sollte:

  • weniger Staugefahr durch ausgeglichenere Fahrweisen und weniger Bremsaktivitäten
  • mehr Verkehrssicherheit durch vorausschauenderes Fahren und kürzere Bremswege
  • weniger Abgase durch weniger Spritverbrauch
  • weniger Lärm durch leisere Roll- und Motorengeräusche
  • weniger Stress beim Autofahren

Der Verkehr hat in den letzten Jahren zugenommen. Dadurch haben sich die Gefahren durch Rasen verstärkt. Auf vielen Strecken ist ein Rasen mit hohen Geschwindigkeiten aufgrund der Verkehrsdichte eigentlich gar nicht möglich. Dennoch nutzen in solchen Situationen unzählige Raser legal hohe Geschwindigkeiten und gefährden damit andere Autofahrer.

Im Gegensatz zu früher sind negative Erfahrungen im Straßenverkehr, wie Drängeln, Lichthupe, Schneiden etc. nicht mehr nur Ausnahme, sondern werden von den meisten Autofahrern täglich erlebt. Wer einmal im Ausland Auto fährt, stellt fest, dass das Autofahren dort mit weniger Stress und weniger Aggressivität verbunden ist. Und man stellt dort auch fest: trotz eines Tempolimits erreichen die Menschen auch hier ihr Ziel zuverlässig.