Nachrichten

Rat der Stadt Dortmund entschied über Möbelhauspläne

Möbelhaus am Sorbenweg beerdigt

Der Rat der Stadt Dortmund hat in seiner Sitzung am 27. September beschlossen, dass am Sorbenweg kein Möbelhaus entsteht. Im Rahmen der Sitzung wurde erneut die Ansiedlung von zwei Möbelhäusern auf Dortmunder Stadtgebiet thematisiert. So haben die Firmen XXXLutz für ein Möbelhaus an der Hildastraße in der Nordstadt und Segmüller für ein Möbelhaus am Sorbenweg im Indupark Ansiedlungswünsche gegenüber der Stadtverwaltung geäußert. Der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Wohnen hatte die Ansiedlungswünsche im Rahmen der Ausschussarbeit bewertet und der Verwaltung die Empfehlung für die Ansiedlung eines Möbelhauses an der Hildastraße erteilt. Das Möbelhaus am Sorbenweg wurde allerdings aufgrund verschiedener Problematiken mehrheitlich abgelehnt. Diese Entscheidung wurde nun im Rat zur Kenntnis genommen.

Damit hatte der vehemente Protest des SPD-Ortsvereins Marten Erfolg. Da die Fläche direkt am Oespeler Bach liegt, befürchtete der Ortsverein negative Auswirkungen auf den Hochwasserschutz in Marten. Nach Ansicht des SPD-Ortsversin Marten hätte die flächendeckende Versiegelung des Grundstücks zwischen Sorbenweg und Overhoffstraße durch ein riesiges Geschäftsgebäude und die Anlage eines noch größeren Parkplatzes zu einem schnelleren Abfluss von Regenwasser geführt, was im Starkregenfall das Hochwasserrückhaltebecken In der Meile, das bei der Hochwasserkatastrophe 2008 übergelaufen war, zusätzlich belastet hätte. Auch das Gutachten von Stadt und Emschergenossenschaft, das im Nachgang zur Jahrtausendflut erstellt wurde, empfahl, im Oberlauf des Oespeler Baches auf weitere Versiegelungen zu verzichten.

Ein zweiter Kritikpunkt des SPD-Ortsvereins Marten war die Zuwegung zum Möbelhaus. Man befürchtete Schleichverkehre durch das Wohngebiet am Alten Hellweg. Diese Befürchtungen konnte selbst das Verkehrsgutachten des Investors nicht aus dem Weg räumen. Dieses geht zwar davon aus, dass das Straßennetz im Indupark den zusätzlichen Verkehr verkraften könne, verschwieg jedoch, welche Auswirkungen die rund 900 Anwohner am Alten Hellweg und den Nachbarstraßen das Möbelhaus hat.