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Musikfestivals sorgen für Ärger in Wischlingen und Marten

Revierpark drückt sich vor Lösung des Lärmproblems

Anwohner in Wischlingen und Marten haben sich in den letzten Tagen vermehrt über die Lärmbelästigung von den Festivals im Revierpark Wischlingen beschwert und eine Diskussion ausgelöst, ob eine Naherholungsanlage ein geeignete Veranstaltungsfläche ist. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Marten Martin Schmitz nimmt dazu Stellung:

„Die Diskussion ist ärgerlich und wäre so nicht nötig, wenn der Revierpark ein besseres Verhältnis zu seinen Nachbarn pflegen würde.

Selbst im mehrere Kilometer Entfernung liegenden Marten sind Veranstaltungen im Revierpark deutlich zu hören. Ich hatte im Nachgang zu Dortmund Olé im vergangenen Jahr als Privatperson selbst eine Beschwerde an den Revierpark gerichtet. An und für sich ist das in der Lautstärke keine wirkliche Lärmbelästigung, aber nach zwei Tagen Dauerbeschallung mit dumpfen Bässen, war die Geduld dahin. Zurück kam nur ein technokratisches Schreiben mit dem Hinweis, dass man eine Genehmigung hätte und an Immissionsschutzvorschriften halten würde. Das mag formal richtig sein, damit wirbt man aber in keinster Weise für mehr Akzeptanz in der Nachbarschaft.

Im Juli beschwerte sich ein Martener Bürger bei unserem SPD-Ortsverein. Ich leitete die Beschwerde an den Revierpark weiter. Zwar bot man mir als Politiker ein vermittelndes Gespräch an. Meiner Bitte, dieses doch lieber dem Beschwerdeführer anzubieten, kam der Revierpark leider bis heute nicht nach. Das zeigt mir, dass sich die Verantwortlichen des Revierparks Wischlingen vor den Menschen in der Nachbarschaft drücken und überhaupt kein Interesse haben, nach einer Lösung zu suchen, wenn dadurch der Revierpark weniger attraktiv für Veranstalter wird. Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist.

Dabei sollte es realistische Lösungen für das Lärmproblem geben. Es gibt Veranstaltungen, die nimmt man in Marten wahr, wie Dortmund Olé oder Rock´n´Tribute und es gibt Festivals, die man nicht hört, wie das PollerWiesen Festival oder Ruhr Reggae Summer. Da kann mir keiner sagen, dass es keinen Raum gibt, einzelne Festivals in der Lautstärke runter zu pegeln. Wer schon mal auf einem Rockkonzert war, weiß, dass dies kaum einen Fan stören würde. Viele Festivalbesucher stecken sich aufgrund der hohen Lautstärken gerne mal Ohropax in die Ohren.“