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Emschergenossenschaft renaturiert Roßbach

Eine neue Auenlandschaft im Olleroh

Große Pläne hat die Emschergenossenschaft in Marten. Nachdem bereits der Oespeler Bach und der Schmechtingsbach renaturiert bzw. verlegt wurden, beginnen zur Zeit die Arbeiten für die Renaturierung des Dellwiger Baches und des Roßbaches ab der Untertunnelung unter dem Gewerbegebiet Germania bis zur Mündung in die Emscher in Huckarde. Zur Zeit finden vorbereitende Rodungsmaßnahmen entlang des Baches statt, insbesondere im Olleroh, wo sich der Roßbach zukünftig durch eine breite Auenlandschaft schlängeln soll.

Voraussichtlich Mitte des Jahres wird die Emschergenossenschaft dann mit der ökologischen Verbesserung der Gewässer auf einer Länge von knapp über vier Kilometern beginnen. Mit einbezogen werden auch die Seitenarme des Roßbaches (Bärenbruchgraben, Rahmer Graben und Winkelgraben). Über die Details wird die Emschergenossenschaft rechtzeitig informieren. Die naturnahe Umgestaltung dieser Dortmunder Gewässer ist Bestandteil des Generationenprojekts Emscher-Umbau, in das die Emschergenossenschaft über einen Zeitraum von fast 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert.

Laut Planfeststellungsbeschluss ist geplant, auf der gesamten Bachtrasse die Sohlverschalungen zu entfernen, die Gewässersohle abzudichten, um einen Anstieg des Grundwasserspiegels zu verhindern und über weite Strecken das Bachprofil aufzufüllen, um eine breitere Aue zu schaffen. In der künftigen Bachaue soll der Bach, wie bereits beim Schmechtingsbach umgesetzt, frei schwingen können.

Der Dellwiger Bach soll zwischen der Unterführung des Gewerbegebiets Germania bis zur Einmündung des Schmechtingsbaches durch Verlegung der Deiche beidseitig aufgeweitet werden, so dass die Bachtrasse dort 20 Meter breiter wird. Im weiteren Verlauf als Roßbach bis zum Düker am Bärenbruch soll das Gewässer nach Norden hin verbreitert werden. Der Düker selbst wird an die neue Situation angepasst.

Den größten Einschnitt gibt es im Olleroh. Hier wird der Pappelwald gerodet und der Deich entfernt. An Stelle des Waldes wird eine neue Auenlandschaft entstehen, durch die der Bach neu verlaufen wird. Zur Autobahn hin wird das Gelände aufgeforstet.

Zu den im Planfeststellungsverfahren genannten Planungzielen der Emschergenossenschaft zählen:

  • Gewährleistung des erforderlichen Hochwasserschutzes
  • weitgehende Beibehaltung der Grundwasserstände zur Vermeidung der Schädigung angrenzender
    Sachgüter
  • Verbesserung des Biotopverbundes durch Vernetzung der vorhandenen Trittsteinbiotope durch
    bachbegleitende Biotop- bzw. Vegetationsstrukturen
  • Aufwertung des Stadtbildes und Verbesserung des Wohnumfeldes durch eine attraktive Gestaltung
    des Gewässers und seiner Ufer, einschließlich der Stärkung der Freizeit- und Erholungsnutzung
  • Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft, insbesondere durch den Erhalt schutzwürdiger
    Biotope und Biotopstrukturen
  • Minimierung der Eingriffe in gewachsene Böden und Minimierung der Bodenbewegungen
  • Umweltverträglicher Umgang mit Altlasten

Weitere Infos:

Planfeststellungsverfahren bei der Stadt Dortmund

Informationen der Emschergenossenschaft

Diskussion 2

  1. Elias Thorsten Pohle • 09. April 2017 • 19:51

    Liegt ein Flächennutzungsplan vor…und von wann ist dieser?

    • Martin Schmitz • 11. April 2017 • 14:24

      Sehr geehrter Herr Pohle,

      den Flächennutzungsplan der Stadt Dortmund finden Sie unter http://geoweb1.digistadtdo.de/OWSServiceProxy/client/fnp.jsp. Meines Wissens ist der Flächennutzungsplan von 2004.

      Einen Link zu den Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie oben im Text unter „Weitere Infos“.

      Mit freundlichen Grüßen

      Martin Schmitz, Vorsitzender SPD-Ortsverein Marten