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Nazi-Demo am 4. Juni

Polizeieinsatz legt halb Dortmund lahm

Am 4. Juni kamen 900 Rechtsextreme aus ganz Deutschland zu einer Demonstration zusammen. Zugleich versuchten mehrere Tausend Bürgerinnen und Bürger und Antifaschisten gegen diese Nazi-Demo zu demonstrieren. Dies löste einen der größten Polizeieinsätze aus, die es jemals in Dortmund gab. Über den gesamten Tag kam es in der Westhälfte der Stadt zu enormen Behinderungen und Einschränkungen im Straßenverkehr, dem öffentlichen Nahverkehr und in der Bewegungsfreiheit Zehntausender Menschen (insbesondere in Huckarde und Dorstfeld). Da der genaue Ort des Geschehens erst am Freitag verkündet wurde und die meisten Menschen – wenn überhaupt – davon erst aus der Zeitung am Samstag erfuhren, war das von der Polizei ausgelöste Chaos vorprogrammiert.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Marten nahm am Samstag Mittag zu der Situation wie folgt Stellung: „Was für ein schlecht organisierter Polizeieinsatz. Marten ist von der Innenstadt abgeschnitten. Warum hat man keinen Schienenersatzverkehr eingerichtet? Warum hat man im Vorfeld die Martener Bevölkerung nicht über die Einschränkungen informiert? Ganz zu schweigen, was die Menschen in unseren Nachbarstadtteilen Dorstfeld und Huckarde ertragen müssen. Sie werden in Sippenhaft genommen, damit rechtsextreme Verfassungsfeinde ihr Demonstrationsrecht in Anspruch nehmen können. Die Freiheitsrechte zehntausender Dortmunder werden mit Füßen getreten. Unsere Solidarität gilt diesen Menschen!“